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für kritische Medienpraxis


MEDIEN-PROJEKTE-TREFFEN DES HAUSES DER DEMOKRATIE UND MENSCHENRECHTE

Vom 13. Januar 2001. Autor Richard Herding

Die Treffen gehen zurück auf die bewegende Klage eines Haus-versammlungs-Teilnehmers, wenn die Erinnerung nicht trügt, jemand von "Mehr Demokratie": es gebe so viele Medien-Projekte im Haus, und das Haus sei in der Öffentlichkeit nicht zwenig bekannt - könnten diese Projekte nicht mal ... - Und die Projekte entschlossen sich, zu können.
 
Derzeit gehören die folgenden journalistisch/publizistisch arbeitenden Projekte zu dem Kreis: die Redaktionen "Kalaschnikow", "Lola Press", "Ossietzky", "telegraph", "Weibblick", der Informationsdienst: für kritische Medienpraxis, die KulturetAge, die Matrosen/Agentur für Print und Online und selbstverständlich die Presse/Öffentlichkeitsarbeit des Hauses der Demokratie und Menschenrechte. Die "Werkstatt Thea Herold" gehörte dazu, solange sie im Haus war. (Dabei sei darauf hingewiesen, dass viele weitere Medien-Aktivitäten im Haus angesiedelt sind. Organisationen geben Verbands-Publikationen heraus, zB amnesty international das "ai Journal", die Humanistische Union ihre "Mitteilungen", die Internationale Föderation iranischer Flüchtlinge "Hambastegi", etc. Medienschaffende organisieren sich für berufliche Interessen, zB der Journalistinnenbund. Autorinnen und Autoren schreiben Dreh- und andere Bücher, zB Katharina Reschke. So gut wie alle Nutzerinnen und Nutzer des Hauses machen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für ihre Ziele. Zusammenarbeit in unzähligen Einzelfällen ist vorauszusehen.) Verständlicherweise können nicht immer alle teilnehmen, zumal es vorerst keine Finanzierung gibt, also Zeit und Energie den spärlichen Ressourcen der Projekte abgetrotzt werden. Unterstützung der Öffentlichkeits-Darstellung des Hauses, ohne Besserwisserei gegenüber den zuständigen Gremien und Personen; durchaus mit dem legitimen Eigen-Interesse verknüpft, dass auch die einzelnen Nutzer-Organisationen des Hauses, heute zwischen vierzig und sechzig, bekannter werden, wenn in der potentiell interessierten Öffentlichkeit das Haus einen vertrauten, guten Klang hat. Bisher haben sich die Treffen mit folgenden Themen befasst: * NGO-Fernsehen (statt non-government organisations- sollte es Bürgerinnen- und Bürger-Fernsehen oder Bürgerbewegungs-Fernsehen heißen, um an die nicht-staatliche demokratische Bewegung zum Schluss der DDR zu erinnern, der sich das Haus ja verdankt): Eine eigene Frequenz (plus Kabelplatz und Internet) für Nicht-regierungs-Organisationen wäre wünschenswert. Aber ob und wie ein Weg vom jetzigen spontanenen "Hausfernsehn" (die Schreibweise eine hommage an Initiator Michael Neuert) der KulturetAge dorthin führt, ist kontrovers bzw. unklar, denn die öffentlich-rechtlichen Sener gewähren im allgemeinen keine "Fenster", bei den kommerziellen stellt sich das Reklame-Problem, und ganz auf eigene Faust wäre enorme Geldbeschaffung nötig. Voreerst wird wohl einerseits an langfristigen Konzepten gearbeitet, andererseits Videos aufgenommen und gezeigt. * Haus-Porträts. Bestehende Kontakte zu einem Kreis von Journalistinnen und Journalisten sollen systematisch gepflegt, vernetzt und ausgebaut werden, sodass nicht nur im Zusammenhang mit einzelnen Veranstaltungen im Haus, sondern auch unabhängig von ihnen, das Haus als neu- und einzigartioger Demopkratie-Impuls in Zeitungen, Radio, Fernsehen, Internet dargestellt wird. * Branchenbuch. In den Gelben Seiten, am besten im "Berlin-Service" zu Beginn, wo zB die Bibliotheken aufgelistet sind, könnten Haus und Nutzer präsentiert werden, etwa unter einer Rubrik "Politische Bildung". * Internet-Auftritt. Die Website des Hauses soll ausgebaut, regelmäßig gepflegt und mit allen im Haus vetretenen Organisationen verlinkt werden. Sie soll durch ein Forum ergänzt werden, wo Themen zur Diskussion stehen, die für das Haus und für den Rest der Welt wichtig sind: etwa Meinungen und Kontroversen zu Außenminister Fischer als Kriegsherrn, über Geheimdienste, auch um die internen Solidarmieten usw. usf. Insbesondere können auch die regelmäßigen "Republikanischen Vespern" von Ossietzky & Humanistischer Union u.a. Stichworte liefern. Eventuell läuft das Forum mit einer milden Zugangsbeschränkung durch Passwort, auf jeden Fall wird es redaktionell betreut, damit nicht einmal zufällige Überfüllung und dann wieder gähnende Leere aufkommen. * Faltblatt, Rundbrief. Das monatliche Faltblatt des Hauses soll stärker auf eine große, allgemeine Zielgruppe hin gestaltet, die Auflage dementsprechend erhöht und die Verteilung gestärket werden. Zusätzlich soll ein zwei- bis dreimonatlich erscheinender Rundbrief von ca. sechs Seiten im Format A 4 einen engeren, für ideelle und materielle Unterstützung des Hauses mobilisierbaren Personenkreis ansprechen. Dafür sind Darstellungen einzelner Projekte im haus, sowie Diskussionen in- und außerhalb des Hauses (Beispiele wie beim Forum) und vor allem auch Spendenaufrufe vorgesehen. Finanzkalkulation und eine Nullnummer sind in Arbeit.
 
* Autor: Richard Herding, ID Berlin
Quelle: © ID Berlin
Update: Do., 13.01.2001