Informationsdienst:

Skip to content

Informationsdienst:

für kritische Medienpraxis


MEDIENDEMOKRATIE INTERNATIONAL

Wem gehört die Information?

Vom 4. Oktober 2008. Autor Sabine Kleczewski

Das Menschenrecht auf Information ist leicht als Anspruch formuliert, seine Durchsetzung - die noch dazu auf globaler Ebene erfolgen muss - ist aber keineswegs einfach. Beschränkungen der Informationsfreiheit gibt es weltweit - trotz der scheinbar grenzenlosen technischen Möglichkeiten, die beispielsweise das World Wide Web bietet. Nie war so viel Information frei verfügbar wie heute und nie war es doch zugleich so schwierig, ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und aus der Fülle eine Auswahl zu treffen.

Dieser Problematik und der Frage, wem die Information gehört, ging Sabine Kleczewski im Rahmen der Vortragsreihe des Informationsdienstes: für kritische Medienpraxis am 11.9.2008 nicht nur im Wortsinne auf den Grund. Ihr Referat greift wesentlich weiter und sucht nach Ansätzen auf verschiedenen Ebenen.

Zehn Jahre "Projekt Nachrichtenaufklärung"

Vom 9. September 2008. Autor Richard Herding

Das "Projekt Nachrichtenaufklärung" in Dortmund ist die jährliche Ohrfeige für die Medien: was habt ihr alles vernachlässigt, vergessen, verdrängt, verschwiegen?!? Es ist dem "Project Censored" in den U.S.A. nachempfunden. (Selbstzensur in den Medien ist da gemeint, nicht oder nur selten geht's um staatliche Zensur!) Allerdings bringt dieses immer eine Meldung aus der "kleinen" alternativen Medienwelt, um die "große" und fette daran zu messen.

Der "Informations-Dienst zur Verbreitung unterbliebener Nachrichten" (Frankfurt am Main wöchentlich 1973 bis 1981) hat sicherlich auch Pate gestanden. Gelegentlich wird der Begriff "unterbliebene" Nachrichten auch als angemessenes Verständnis dieser mysteriösen Selbstzensur herausgehoben. Erwähnt wird das alternative Blatt "ID" jedoch auffallenderweise nie. Vielleicht weil es gelegentlich ins Visier des Staatsschutzes geraten war, ohne jedoch zum Beispiel wegen verfassungsfeindlicher Inhalte angezeigt zu werden.

TOP 10 VERNACHLÄSSIGTER THEMEN - Die unterbliebensten Nachrichten 2005

Vom 13. Februar 2006. Autor Jan Oppermann

Die Initiative Nachrichtenaufklärung stellt die Liste der am meisten vernachlässigten Nachrichten und Themen des vergangenen Jahres vor: Im Jahr 2005 berichteten deutsche Medien nur unzureichend über etliche wichtige Themen. [...] Auf Platz 1 landete: "Korruptionsbekämpfung durch die UNO - Deutschland ist nicht dabei". Auch wurde der "Bedenkliche Einsatz von Wahlmaschinen" ebenso vernachlässigt, wie beispielsweise das Thema "Der Pestizid-Bumerang: Die verbotenen Gifte kommen zurück".

TOP 10 VERNACHLÄSSIGTER THEMEN - Die unterbliebensten Nachrichten 2004

Vom 20. November 2005. Autor Jan Oppermann

Die „Initiative Nachrichtenaufklärung“ wurde im Mai 1997 gegründet, um einmal im Jahr eine Rangliste der in der Bundesrepublik Deutschland am meisten vernachlässigten Themen und Nachrichten zu veröffentlichen. Dieses Jahr auf Platz 1: " Aus Deutschland abgeschoben – und dann?". Die " Mängel des virtuellen Arbeitsmarktes " wurden ebenso vernachlässigt, wie beispielsweise das Thema " Keine EU-Sicherheitsstandards für Atomkraftwerke ".

MEDIENZUGANG FÜR ALLE (?!)

Vom 17. Mai 2002. Autor Sabine Kleczewski

KRITISCHE MEDIENPRAXIS UND KOMPENSATORISCHE PUBLIZISTIK Was und wer kommt in den Medien nicht vor, und warum? Darüber wird gestritten, vom Stammtisch bis zur Wissenschaft. Vernachlässigung in der Berichterstattung hat nicht immer mit Zensur oder Selbstzensur im strengen Sinn zu tun: High-Tech gilt manchen als Fachblätter-Thema; bei Militär-Themen lassen sich Wahrheit und Zuverlässigkeit schwer einschätzen; unorganisierte "Normal"-BürgerInnen mit selbstgestrickten Anliegen von der Knastbeschwerde über die Mobbing-Klage bis zur Verschwörungstheorie gelten bei den Journalisten oft als "Querulanten", usw…

Freie Radios in Deutschland - ihre Probleme im Vergleich zu den "Offenen Kanälen", auch und gerade im Internet-Age

Vom 30. August 2000. Autor Richard Herding

Das folgende Referat wurde auf der Tagung "Macht Markt Meinungsfreiheit - BürgerInnenfunk als dritte Säule in der Rundfunklandschaft ?" der Evangelischen Akademie Loccum, organisiert mit den Nichtkommerziellen Lokalradios Niedersachsen, am 19. März 1999 diskutiert. Formuliert wurde es von Richard Herding, praktisch ist es aus der jahrelangen Medien-Arbeit im Informationsdienst -Projekt Alltag-, Frankfurt am Main, entstanden. Daran beteiligt waren Sibylle Bartscher, Karl-Heinz Bender, Helmut-Gerhard Müller, Dörthe Krohn, Fátima Mendes-Kreikebaum, Karl Duncker, und viele andere. Möglicherweise liegt der Text inzwischen als Teil der "Loccumer Protokolle" vor.