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Informationsdienst:

für kritische Medienpraxis


DER ID IST TOT - ES LEBE DER ID !

Vom 3. April 2007. Autor Das ID-Team

Der Informationsdienst für kritische Medienpraxis in Berlin braucht neue Impulse! Um den Generationswechsel zu vollziehen, brauchen wir Eure/ Ihre Beteiligung. Ob an laufenden Projekten oder mit neuen Ideen – wir sind offen dafür!
Daneben ist eine Ressource – leider schon selbstverständlich –  unverzichtbar: Geld.

Wir, die verbliebenen MitarbeiterInnen, betrachten den ID Medienpraxis zum Einen als eine zu bewahrende Institution der Geschichte der links-alternativen Bewegung. Zum Anderen halten wir Medienkritik und kritische Medienpraxis nach wie vor für dringend notwendig.

Wir möchten den "Informationsdienst: für kritische Medienpraxis" wiederbeleben, wobei die bestehenden Schwerpunkte und Themen weitestgehend erhalten und das Angebot erweitert werden soll.

 

Insbesondere für diese Aufbauphase benötigen wir jetzt dringend Eure/Ihre Spende!

 

INFORMATIONSDIENST: FÜR KRITISCHE MEDIENPRAXIS e.V.
Bank für Sozialwirtschaft Berlin
BLZ 10020500
Konto 3099300

Der gespendete Betrag kann auch zweckgebunden sein. Da die Arbeit als gemeinnützig anerkannt ist, lässt sich der Betrag steuerlich absetzen. 
Auf Wunsch können wir  Material von uns per Post zuschicken.

In jedem Falle Vielen Dank!    Das "ID-Team"

 

 

Der "Informationsdienst: für kritische Medienpraxis" – seine Geschichte und wie es weitergehen soll:

 

Geschichte

Am 20. Juni 1973 erschien die erste Ausgabe der Zeitschrift des "Informations-Dienst zur Verbreitung unterbliebener Nachrichten" in Frankfurt am Main. Es war einer der ersten Versuche in West-Deutschland, nach 1968 Informationen außerparlamentarischer Bewegungen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Die tausendfache Alternativpresse, die Freien Radios und Videogruppen, die „tageszeitung", sie wären ohne den ID nicht möglich gewesen. Heute ist eine weltweite Internet-Szene mit Bezug auf die neuen sozialen Bewegungen dieser Tage auf dem Weg. Auch diese bezieht sich in Deutschland ganz explizit auf den ID.

 

Der "Informationsdienst: für kritische Medienpraxis e.V.", Berlin

1999 wurde in Berlin der "Informationsdienst: für kritische Medienpraxis" als gemeinnütziger Verein gegründet. Medienkritik, also die Kritik an etablierten, emanzipatorischen Bestrebungen entgegenstehenden Prozessen und Strukturen innerhalb der Medienwelt gehört zu den Kernpunkten seiner Arbeit.

 

Was verstehen wir unter kritischer Medienpraxis

Kritische Medienpraxis beinhaltet in unserem Verständnis:

  • Rechercheunterstützung
  • Repräsentation alternativer Gruppierungen
  • Schaffung von Medienzugang für benachteiligte gesellschaftliche Gruppen
  • Verbreitung unterdrückter Nachrichten / Zensurbekämpfung
  • Thematisierung der Rolle der Intellektuellen im Medienfeld

 

Rechercheunterstützung

Der ID Medienpraxis besitzt ein umfangreiches Archiv links-alternativer Medien, welches den Zeitraum von den 90er Jahren bis heute abdeckt. Dieses kann von Medienschaffenden aller Couleur, WissenschaftlerInnen und kritischen BürgerInnen genutzt werden. Auf Wunsch helfen wir bei der Erstellung von Recherchestrategien und bei Recherchen in Archiven, in Datenbanken sowie im Internet.
Darüber hinaus bieten wir einen Recherchedienst an, welcher in Zukunft um einen Profildienst erweitert werden soll.

 

Repräsentation alternativer Gruppierungen

Es ist geplant einen Newsletter zu etablieren, welcher Nachrichten und Stellungnahmen von medial unterrepräsentierten emanzipatorischen Gruppen als auch Berichte über solche Gruppen im europäischen Raum (und soweit möglich international) enthalten soll. Daraus soll mit der Zeit ein Überblick über die Landschaft linker, system-kritischer und alternativer Gruppen sowie den emanzipatorischen Diskurs insgesamt entstehen.

 

Schaffung von Medienzugang für benachteiligte gesellschaftliche Gruppen

Ein Problem das im Kontext der Medienkritik zentral thematisiert werden muss, betrifft den Ausschluss so genannter Minderheiten vom Zugang zu den Medien bzw. von der Präsentation ihrer Anliegen innerhalb dieser.
Um diesem skandalösen Tatbestand etwas entgegenzusetzen, hält der ID Medienpraxis seit dem Sommersemester 2003 ein Hauptseminar am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin ab, welches sich vor allem mit den Möglichkeiten der Nutzung der Neuen Medien durch benachteiligte Bevölkerungsgruppen beschäftigt
Ein weiteres medienkritisches Projekt des Berliner IDs, beschäftigt sich damit, so genannten Querulanten Ohr und Stimme zu leihen, damit auch deren Anliegen im großen Medienrauschen Gehör finden.

 

Verbreitung unterdrückter Nachrichten / Zensurbekämpfung

Regelmäßig einmal pro Jahr bieten wir eine Veranstaltung zu den "10 unterbliebensten Nachrichten im deutschsprachigen Raum" des Vorjahres an, die auf den Ergebnissen von "Initiative Nachrichtenaufklärung" aus Dortmund beruht.
Darüberhinaus steht der ID Medienpraxis in Kontakt mit internationalen Einrichtungen, die sich mit direkter und indirekter Zensur beschäftigen, so z.B. "Project Censored", oder "Fairness and Accuracy in Reporting" (F.A.I.R.) aus den USA , zu deren Erkenntnissen wir in Zukunft Veranstaltungen abhalten wollen.
Auch der Berliner ID selbst wird zukünftig die hiesige Medienlandschaft verstärkt beobachten und über Fälle von direkter bis indirekter Zensur berichten.

 

Thematisierung der Rolle der Intellektuellen im Medienfeld

Ein weiteres Anliegen des ID Medienpraxis besteht darin, die Rolle der sozio-professionellen Kategorie der Intellektuellen, innerhalb des gesellschaftlich-medialen Diskurses zu thematisieren. Intellektuelle werden hierbei als Professionelle der gesamtgesellschaftlich relevanten Kommunikation und damit einhergehend als Katalysatoren des sozialen Fortschritts angesehen.
Diese, die globale Medienstruktur insgesamt betreffenden Gedankengänge werden von unseren MitarbeiterInnen mit Hilfe von Publikationen und Vorträgen in wissenschaftliche, und mediale Diskurs-Öffentlichkeiten eingespeist und innerhalb dieser diskutiert.

Berlin, 03.04.2007

Informationsdienst: für kritische Medienpraxis