IRMGARD KEUN -"Das kunstseidene Mädchen", eine Querulantin ?

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Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Str. 4 (Prenzlauer Berg) 6. 2.’05 11.30 Uhr Seminarraum Vorderhaus/2. Etage
Zum 100. Geburtstag von Irmgard Keun
Am 6. Februar 2005 hätte Irmgard Keun ihren hundertsten Geburtstag gefeiert. Vielleicht heute schon in Vergessenheit geraten: Geboren in Berlin; bekannt durch ihre schnoddrige „Schnauze“; eine der ersten „Neuen Frauen“; ihr bekanntestes Werk war „Das kunstseidene Mädchen“ (1932).

Author

Richard Herding

 

6. 2.’05 11.30 Uhr
Haus der Demokratie und Menschenrechte,
Greifswalder Str. 4 (Prenzlauer Berg)
Seminarraum Vorderhaus/2. Etage

 

 

Zum 100. Geburtstag von Irmgard Keun


Am 6. Februar 2005 hätte Irmgard Keun ihren hundertsten Geburtstag gefeiert. Vielleicht heute schon in Vergessenheit geraten: Geboren in Berlin; bekannt durch ihre schnoddrige „Schnauze“; eine der ersten „Neuen Frauen“; ihr bekanntestes Werk war „Das kunstseidene Mädchen“ (1932). Sie war Antifaschistin, Linke und Vorkämpferin der Frauen-Emanzipation; wurde von den Nazis verfolgt, emigrierte und kehrte der Sprache wegen zurück; war dann u. a. Rundfunk-Autorin, verfasste skeptisch-plebejische Kommentare zu linken Parteien, zum Kommunismus und zur DDR; wurde in die Psychiatrie eingewiesen und später von KollegInnen – u. a. Heinrich Böll – aus der Anstalt herausgeholt. 1982 starb sie in Köln.
Der Geburtstag wurde mit Kaffee und Kuchen, Lesung, Diskussion (angefragt: Katharina Kramer, Literatur-Wissenschaftlerin im ERASMUS-Programm, z. Zt. Glasgow) und Musik begangen.
Eintritt frei, Spenden höchst willkommen.
Achtung! Im März will das Literaturhaus Berlin an Irmgard Keuns Geburtshaus, Meinekestr. 6 in Charlottenburg, eine Gedenkplakette anbringen. Der genaue Termin ist unter www.literaturhaus-berlin.de zu finden!


Veranstalter: Stiftung Haus der Demokratie, Informationsdienst: für kritische Medienpraxis

 

ID hatte Erfolg:

Jetzt, mit dem grandiosen Datum „101 plus 1 Tag“, ist es so weit! Nach langen Mühen wird Irmgard Keun in ihrer Geburtsstadt „offiziell“ bejubelt, auf Anregung des „Informationsdienst: für kritische Medienpraxis“ diesmal mit einem Programm von Glass und Eysen. (Sie hatten die Keun schon mal in der Berliner „Joseph-Roth-Diele“ gefeiert: „Mein Liebes, Kleines, Blödsinniges“, zum Internationalen Literaturfestival 2005.) Wir sind sehr gespannt …

 

 

Literaturhaus Berlin

Fasanenstraße 23 Berlin-Charlottenburg

Dienstag, 7. Februar 2006, 17.00 Uhr / 20.00 Uhr

 

Irmgard Keun zu ehren

 

17.00 Uhr

Enthüllung der Gedenktafel an Irmgard Keuns Geburtshaus Meinekestraße 6 in Berlin-Charlottenburg im Beisein der Bezirksbürgermeisterin Monika Thiemen.

20.00 Uhr

»Ich lebe in einem wilden Wirbel«
Eine Lesung von Mona Glass und Mathias Eysen

Am 6. Februar 1905 – vor 101 Jahren und einem Tag – ist Irmgard Keun im Haus Meinekestraße 6 in Berlin-Charlottenburg als Tochter des Kaufmanns Eduard Keun und seiner Frau Charlotte (geb. Haese) geboren worden. 1923 zog die Familie nach Köln um. 1931 veröffentlichte sie den Roman »Gilgi – eine von uns« und im Jahr darauf »Das kunstseidene Mädchen«, Bücher, mit denen sie die Gattung der neusachlichen Angestelltenromane begründete und die schon bald nach 1933 auf der »Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums« standen. 1936 verließ Irmgard Keun Deutschland und publizierte anschließend in den Exilverlagen Allert de Lange und Querido. 1940 kehrte sie mit falschen Papieren nach Deutschland zurück, lebte weithin unbehelligt und vergessen in Köln, wo sie kurz nach ihrer Wiederentdeckung Ende der 70er Jahre am 5. Mai 1982 starb.

Zusammen mit dem Literaturhaus Köln